Weltseniorentag von CDU und Senioren Union: Einsamkeit gemeinsam begegnen

Foto: (vlnr.) Der Landtagsabgeordnete Hauke Hansen, der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Ole Plambeck, Juliane Steffens, die Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein, Propst Dr. Michael Dübbers, Bad Segebergs Bürgermeister Toni Köppen, Matthias Dargel vom Landesverein, der Landtagsabgeordnete Patrick Pender, die Senioren Union Kreisvorsitzende Ursula Michalak, Anke Carsjens vom Kreis Segeberg und Biance Mewes vom Malteser Hilfsdienst.

Bad Segeberg. Die Einsamkeit älterer Menschen und die Frage, wie ihr wirksam begegnet werden kann, standen im Mittelpunkt des dritten Weltseniorentages von CDU-Kreisverband Segeberg und der Senioren Union des Kreises Segeberg. Über 100 Gäste begrüßten der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Ole Plambeck und die Senioren Union Kreisvorsitzende Ursula Michalak am Freitagmorgen zur dritten Weltseniorentag-Veranstaltung im Ihlsee-Restaurant in Bad Segeberg.

Unter dem Leitgedanken „Einsamkeit ist die Mutter aller Ängste“ von Publilius Syrus widmete sich die Veranstaltung einem Thema, das viele Menschen betrifft, im Alltag aber häufig wenig sichtbar bleibt.

 „Gemeinschaft entsteht nicht von allein – wir müssen sie aktiv gestalten,“ eröffnete Ole Plambeck die Veranstaltung.

Wertvolle Impulse über die Möglichkeiten wie wir Einsamkeit in unserer Gesellschaft begegnen können, lieferten die Malteser-Initiative gegen Einsamkeit, die Aufsuchende Hilfe des Kreises Segeberg, Gesundheitsplanerin Juliane Steffens, Probst Dr. Michael Dübbers und Matthias Dargel vom Landesverein.

Juliane Steffen vom Kreis Segeberg berichtete über die Ergebnisse einer Umfrage von über 2300 Teilnehmern: 13% der Segeberger fühlen sich einsam.

Propst Dr. Michael Dübbers ergänzte die Betrachtungen der anderen Referenten um die gesellschaftliche, seelsorgerische und biblische Perspektive durch die Auslegung von Gleichnissen und bezeichnete die Angst vor der Einsamkeit als gleichwertig mit der Angst vor dem Tod. 

In den verschiedenen Beiträgen wurde deutlich, dass Einsamkeit nicht allein eine Frage des Alters ist und sich hinter ihr sehr unterschiedliche Lebenssituationen verbergen können. Entscheidend sind niedrigschwellige Möglichkeiten für Begegnung, persönliche Ansprache, Aufmerksamkeit im persönlichen Umfeld, verlässliche soziale Kontakte, erreichbare Angebote vor Ort und Menschen, die bereit sind, auf andere zuzugehen. Schon ein Gespräch, eine Einladung oder die regelmäßige Nachfrage könne einen Unterschied machen.

Starken Applaus erhielt Bad Segebergs Bürgermeister Toni Köppen für seine Rede mit persönlichen Erfahrungen zum Thema „Zeit spenden für andere“ als bewährtes Mittel gegen die Einsamkeit in der Gesellschaft. Die Stadt Bad Segeberg organisiert zahlreiche Veranstaltungen. Diese Treffpunkte sind für den Bürgermeister auch ebenfalls ein Mittel gegen die Einsamkeit der Menschen in der Stadt und der Umgebung.

CDU-Kreisverband und Senioren Union wollen mit dem Weltseniorentag nicht nur auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft aufmerksam machen, sondern auch den Austausch zwischen Politik, sozialen Trägern, Kirchen, Ehrenamt und Bürgerinnen und Bürgern fördern. Das Thema Einsamkeit, so das Fazit der Veranstaltung, gehört stärker in die Mitte der gesellschaftlichen Diskussion.

Der dritte Weltseniorentag machte zugleich deutlich: Einsamkeit lässt sich nicht verordnen oder einfach abschaffen – aber jeder kann dazu beitragen, dass Menschen nicht allein bleiben.