Aktuelles zum Dorfentwicklungskonzept fuer Lentföhrden

20. Januar 2019
In der letzten Gemeinderatsitzung wurde ausschliesslich gegen die Stimmen der WGL die gemeinsame Durchführung eines Dorfentwicklungskonzeptes beschlossen. Dieser Beschluss muss nun von der Verwaltung umgesetzt werden!

Leider haben sich in die anschliessende Stellungnahme der WGL zum Dorfentwicklungskonzept einige Fehldarstellungen eingeschlichen, die offensichtlich Irrtümern oder fehlenden Informationen der Autoren zuzuschreiben sind.

Grundsätzlich bedeutet ein Dorfentwicklungsprogramm nicht Vorgaben der Landesregierung umzusetzen,sondern lediglich konzeptionell vorzugehen, und die Bürger an Entscheidungen sehr früh zu beteiligen.Es gibt keine Vorgaben aus einem Dorfentwicklungsprogramm, bestimmte Dinge umzusetzen, die Entscheidung welche Massnahmen für Lentföhrden sinnvoll sind, trifft der Gemeinderat.Dorfentwicklungsprogrammme in Schleswig Holstein wurden bereits 2003 aufgesetzt, um mit professioneller Begleitung Chancen und Entwicklungsmoeglichkeiten im ländlichen Raum aufzuzeigen, und daraus resultierende Projekte mit finanzieller Unterstützung der CDU geführten Landesregierung umzusetzen.

Die Förderrichtlinien für Dorfentwicklungsprogramme sind bereits seit 2014 gültig, für 2019 läuft die Frist für Anträge am 01.04.2019 ab. Für 2020 stehen nach jetzigem Stand noch mehr als 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, Anträge hierfür muessen bis 01.04.2020 gestellt sein.

Somit hatte Lentföhrden mangels eines Dorfentwicklungsprogrammes keine Moeglichkeit von diesen Förderungen zu partizipieren.

Wichtig ist dabei, dass Massnahmen aus Dorfentwicklungsprogrammen mit Zuschüssen von 100.000€ – 750.000€ gefördert werden, das heisst diese Mittel muessen NICHT zurückgezahlt werden.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, das alle Dörfer, die nicht an dem Dorfentwicklungsprogramm teilnehmen, keinerlei Ansprüche auf Zuschüsse haben.

Wir sind als CDU Lentföhrden der festen Überzeugung, das wir uns Chancen für Lentföhrden verbauen,

wenn Politik am Dorfrand endet !

Nachstehend ein Auszug aus dem Original Text zur Dorfentwicklung, den folgenden Text zum nachlesen

finden Sie hier

Dorfentwicklung

Die Förderung kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sein. Detaillierte Informationen sind den jeweiligen Entwicklungsprogrammen der Länder, die unter Punkt 5 verlinkt sind, und den Förderrichtlinien Ihres Bundeslandes zu entnehmen.
1. Wo wird gefördert?

Die Dorfentwicklung wird in allen Flächenländern gefördert. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) können Vorhaben in Orten mit bis zu 10.000 Einwohnern gefördert werden.
2. Was wird gefördert?

Gefördert werden die Erhaltung, Gestaltung und Entwicklung ländlich geprägter Orte im Rahmen der GAK. Ziel der Förderung ist es, zum einen die charakteristischen Ortsbilder und die Bausubstanz der Dörfer zu erhalten und zum anderen die dörfliche Struktur so zu gestalten und weiter zu entwickeln, dass auch zukünftig die ländlichen Gebiete als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum erhalten bleiben. Auf diese Weise sollen die Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung verbessert und die Attraktivität der Dörfer erhöht werden.

Gefördert werden beispielsweise Aufwendungen für

die Dorferneuerungs- und Dorfentwicklungsplanung,
die Dorfmoderation zur Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,
die Gestaltung von dörflichen Plätzen, Straßen, Wegen, Freiflächen sowie Ortsrändern,
die Schaffung, Erhaltung und den Ausbau dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen und von Mehrfunktionshäusern,
die Erhaltung und Gestaltung von Gebäuden einschließlich des Innenausbaus und der dazugehörigen Hof-, Garten- und Grünflächen,
die Schaffung, Erhaltung, Verbesserung und den Ausbau von Freizeit- und Naherholungseinrichtungen,
die Schaffung, Verbesserung und den Ausbau von Angeboten zur Grundversorgung,
die Umnutzung von Gebäuden land- und fortwirtschaftlicher Betriebe für Wohn-, Arbeits-, Fremdenverkehrs-, Freizeit-, öffentliche oder gemeinschaftliche Zwecke,
die Umnutzung dörflicher Bausubstanz sowie für
den Abriss oder Teilabriss von Bausubstanz im Innenbereich nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe.

Detaillierte Informationen über die Förderschwerpunkte der Bundesländer bietet folgende Übersicht.
3. Wer wird gefördert?

Gefördert werden in der Regel

Gemeinden und Gemeindeverbände,
Teilnehmergemeinschaften und deren Zusammenschlüsse,
natürliche Personen und Personengesellschaften,
sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie des privaten Rechts.

4. Wie wird gefördert?

Die Förderung wird als Zuschuss gewährt. Für Gemeinden, Gemeindeverbände, Teilnehmergemeinschaften und deren Zusammenschlüsse, Wasser- und Bodenverbände und ähnliche Rechtspersonen sowie einzelne Beteiligte beträgt die Höhe der Förderung bis zu 65 Prozent der förderfähigen Kosten. Anderen Begünstigten kann ein Zuschuss von bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten gewährt werden.